Biokompatible Füllung – Heilt Karies

Seit vielen Jahren ist Amalgam ein umstrittenes Füllungsmaterial wegen des enthaltenen Quecksilbers und der Gefahr, dass dieses oder andere Metallionen aus diesem Gemisch in den Organismus und Stoffwechsel des Patienten gelangen.

Auch sogenannte Composite, also Kunststoffmaterialien, die seit ca. 80 Jahren verfügbar sind und weiterentwickelt wurden sind nicht unproblematisch. Das liegt daran, dass, um das Material von plastisch in fest zu überführen, eine chemische Reaktion – Polymerisation – gestartet wird, die leider niemals zu 100% das gesamte Material umfasst. Es bleiben immer gewisse Anteile im ungebundenden Zustand und diese Bestandteile können bei empfindlichen Menschen Allergien auslösen oder andere Probleme verursachen. Zudem besteht bei Composite Füllungen ein hohes Risiko für eine Mikrospaltbildung die zu Sekundärkaries unter der Füllung führen kann.

Daher bemühen wir uns, wo immer möglich, ausschließlich Materialen zu verwenden, die zahnähnlich sind und biologisch unbedenklich. Hierzu gehört Keramik, die wir bei Versorgungen mit CEREC verwenden.

Füllung die mit dem Zahn verwächst

Inzwischen gibt es aber auch ein Füllungsmaterial sogenanntem Carbomer, das als „biosafe“ einzustufen ist, weil es mit dem Zahn verwächst und mit dem Zahn eine zahnschmelzähnliche Oberfläche aus sogenanntem Fluorapatit bildet, wie dieser auch im natürlichen Zahnschmelz vorkommt und besonders in den harten Zähnen des Haifischs eingebaut ist. Auch an der Grenzfläche zwischen Zahn und Füllungsmaterial ensteht dieser Fluorapatit, was für die Gesunderhaltung des Zahns von gr0ßem Vorteil ist, weil so die Karies ausheilt.
gcp-glass-fill

Das Material ist zwar auch „zahnfarben“, aber nicht so ästhetisch anspruchsvoll wie Composite. Deshalb ist es eher für Seitenzähne. Es ist auch weniger kaustabil, deshalb empfehlen wir ab einer bestimmten Größe des Defekts im Zahn diesen mit Keramik zu überkuppeln in Form einer Teilkrone oder Krone.

 

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