Zahngesundheit hängt auch von der Ernährung ab

(Zahn)Gesunde Ernährung

Ernährung und (Zahn)Gesundheit

Unter der Rubrik zahngesunde Ernährung erheben wir als Zahnarztpraxis nicht den Anspruch alle Aspekte einer gesunden Ernährung abzubilden. Wir möchten aber auch nicht mit „Binsenweisheiten“ langweilen. Deshalb konzentrieren wir uns auf einige Empfehlungen zur Ernährung. Diese sollen helfen Zähne und Zahnhalteapparat gesund zu erhalten. Gleichzeitig sollen die Tipps auch den gesamten Organismus dabei unterstützen gesund zu bleiben oder zu werden.

Zucker Feind einer zahngesunden Ernährung und des Stoffwechsels

Trotzdem können wir nicht darauf verzichten auf die Problematik des Zuckerverzehrs hinzuweisen. „Zucker frisst Zähne“ ist ein altbekannter Spruch mit dem eine zahngesunde Ernährung erreicht werden soll. Zucker schafft in der Mundhöhle ein Überwuchern von Bakterien, die dort sonst nicht in hoher Zahl vorkommen und dadurch für Krankheiten sorgen. Zucker schafft für Karies auslösende und vorantreibende Bakterien – Mutans Streptokokken und Lactobacillen – ideale Bedingungen. So können diese mit anderen Keimen den klebrigen Zahnbelag bilden. Die in diesen Zahnbelägen dann aus Zucker und anderen Kohlehydraten als „Verdauungsprodukt dieser Bakterien“ produzierte Säure, frisst dann Löcher in die Zähne durch Extraktion von Mineralen. Zucker bringt aber auch unseren Stoffwechsel ins Ungleichgewicht und kann zu Diabetes II führen mit all den bekannten Begleiterscheinungen.

Mehr hierzu unter: zuckerkrank.de/diabetes-typ-2

Aus zahnärztlicher Sicht ist auch eine Kombination aus der Reduktion des Befalls der Zähne mit Mutans Streptokokken und einem Absenken des Zuckerkonsums auf maximal 3 mal täglich zu den Hauptmahlzeiten empfehlenswert. So kann ein komplettes Zuckerverbot zur Kariesprophylaxe vermieden werden. Für die meisten Patienten ist ein solches Verbot ohnehin kaum einzuhalten. Zucker in den meisten Fertignahrungsmitteln als nicht zu deklarierendes Konservierungsmittel enthalten. Zudem sind wir alle auf „Süß“ und Belohnung als Glückshormon eingestellt. Ein weiteres Problem stellen Zucker in Getränken und Fruchtsäften dar, die von den meisten Patienten unbewusst „unterschlagen“ werden, wenn sie ihren Zuckerkonsum beschreiben sollen.

Xylitol – „Birkenzucker“ gegen Karies als aktive zahngesunde Ernährung

Um auf „Süß“ nicht verzichten zu müssen empfehlen wir daher seit vielen Jahren auf Xylitol als Süßungsmittel umzusteigen.

In den letzten Jahren hat sich zunächst das Bewusstsein entwickelt zuckerfreie Kaugummis in der Oralprophylaxe zu empfehlen. Dann kamen die ersten wissenschaftlichen Arbeiten über Xylitol. Es setzte bald eine Diskussion darüber ein, ob Xylitol, das wesentlich teurer ist, Sorbitol überlegen ist.

Die jüngsten Veröffentlichungen lassen keinen Zweifel mehr hinsichtlich der Überlegenheit des Xylitols in Kaugummis für eine aktive Oralprophylaxe, wenn die verzehrte Menge ausreichend ist, also in etwa 4 – 6 g entspricht.

Zwei jüngere Publikationen sollen hier kurz zitiert sein. Professor Burt, Department of Epidemiology, School of Public Health, University of Michigan in J Am Dent Assoc. 2006 Feb; 137(2):190-6 und Professor Mäkinen, International Institute for Preventive Dentistry, University of Turku, Finland in Int Dent J. 2005 Apr;55(2):81-8.

 Als Schluss aus diesen beiden Arbeiten kann gesagt werden:

  • Sorbitol hat lediglich einen niedrigeren kariogenen Effekt als Zucker, wohingegen Xylitol definitiv nichtkariogen ist, ja sogar einen Antikarieseffekt zeigt
  • Nur Xylitol verhindert die Übertragung von Mutans Streptokokken von Mutter auf Kind wenn die Mutter entsprechenden Mengen via Kaugummis konsumiert

4–6g Xylitol entsprechen dann einer klinisch vertretbaren Menge Kaugummi, wenn in jedem Kaugummi wenigstens 1g Xylitol enthalten ist.

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