Grüne Smoothies für gesunde Zähne

Grüne Smoothies helfen gegen Plaque und Zahnfleischentzündung

Seit der Steinzeit hat sich unsere Ernährung grundlegend geändert. Mit grünen Smoothies und ähnlichen naturnahen Nahrungsbestandteilen versuchen wir die negativen zivilisatorischen Einflüsse auf die Ernährung zu kompensieren. Gesunde Zähne werden sonst durch Karies und insbesondere Zahnfleischentzündungen gefährdet.

Steinzeiternährung für die Zahngesundheit

In Studien konnte gezeigt werden, dass durch eine Umstellung auf wieder eine solche Steinzeiternährung Entzündungen am Zahnhalteapparat gesenkt werden können. Diese Entzündungen sind aber auch im Zusammenhang mit einer Disbiose der bakteriellen Flora Verursacher einer pathogenen Plaque auf Zahnoberfläche und in Zahnfleischtaschen, ähnlich den Prozessen bei einer Arteriosklerose. Diese, wie auch die Diabetis, werden durch eine unbehandelte Parodontitis negativ beeinflusst.

Die Bakterien, die an der Bildung von Zahnbelag (Plaque) beteiligt sind, ernähren sich in hohem Maße aus den Abbauprodukten einer Entzündung am Zahnfleisch. Es ist also nicht nur „Zucker“ und andere Nahrungsreste der Übeltäter der durch regelmäßiges Zähneputzen entfernt werden muss. Ob zu viele solcher Plaque bildenden Bakterien in der Mundhöhle vorhanden sind kann heute leicht in der Zahnarztpraxis im Rahmen der Frühdiagnostik bestimmt werden.

Bei der Behandlung verfolgt man heute, daher in erster Linie die Senkung der Entzündung. Mundhygiene und professionelle Reinigung der Zähne, auch fallweise in Verbindung mit einer Antibiose, bleiben die Grundlage. Der Patient kann aber nach neuesten Erkenntnissen zum einen durch einen verbesserten Lebensstil – nicht Rauchen, kein Zucker, weniger ungesättigte Fettsäuren, weniger Stress – besonders durch gezielte Nahrungsergänzung wie mit grünen Smoothies- die Entzündungsneigung des Körpers positiv beeinflussen.

Nitrat gegen Entzündung

Ein Weg sind nitrathaltige Lebensmittel. Professor Schlagenhauf, Würzburg, führte eine doppelblind Studie mit Recall Patienten durch, die über einen Zeitraum von 14 Tagen einen speziellen grünen Smoothie mit hohem Nitratgehalt (z.B. Rucola, Rote Beete, Rettich) erhielten. Der Smoothie wurde von Professor Schlagenhauf zusammen mit dem Lebensmittelwissenschaftler Prof. Dr. Reinhold Carle von der Universität Hohenheim entwickelt.  Ergebnis: Gingivaindex (Entzündungszeichen) bei den Grünen Smoothie-Patienten hatte sich durch das Nitrat halbiert und auch der Blutdruck konnte deutlich gesenkt werden. Solche nitratreichen grünen Smoothies lassen sich leicht selbst herstellen, dabei sollte der WHO Grenzwert von ca 220mg / Tag für einen Erwachsenen mit Parodontitis nicht überschritten aber ungefähr erreicht werden. Anbei eine Tabelle mit Angaben zum Nitratgehalt

Tabelle 1: Unterschiede im Nitratgehalt von Obst und Gemüse
hoch:
1.000–4.000 mg/kg Nitrat
mittel:
1.000–500 mg/kg Nitrat
gering:
unter 500 mg/kg Nitrat
Blattgemüse:
Kopfsalat,
Endivie,
Eissalat,
Feldsalat,
Spinat,
Stielmangold,
Rucola
Wurzel- und Knollengemüse:
Karotten,
Kohlrabi,
Sellerie
Fruchtgemüse:
Erbsen,
Gurken,
Grüne Bohnen,
Paprika,
Tomaten
Kohlgemüse:
Grünkohl,
Chinakohl,
Weißkohl,
Wirsing
Kohlgemüse: 
Blumenkohl,
Kopfkohl
Kohlgemüse:
Rosenkohl,
Wurzelgemüse:
Rote Rüben,
Radieschen,
Rettich

Seit einiger Zeit wird Nitrat für die Gesundheit in einem neuen Licht gesehen.Mehr zu: Nitrat und Gesundheit

Im Rahmen unseres Gesunderhaltungsprogramms nach dem OHManagement-Konzept in unserer Praxis geben wir entsprechend der Jahreszeit „Grüne Smoothie Zahngesundheitsrezepte“ an unsere Patienten. Diese werden jeweils so zusammengestellt, dass ca 200 mg Nitrat in der Tagesmenge enthalten sind, aber die Bitterstoffe aus den grünen Blättern, z.B. Rucola, durch jeweils frisch verfügbaren Zutaten kaschiert werden. Gesundheit soll auch schmecken

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